Analytical and Bioanalytical Chemistry (v.130, #5)

Über die Bestimmung von Cadmium als Sulfid by Georg Denk; Friedel Denk (383-390).
Beim Fällen von Cadmiumsalzen mit H2S erhält man Niederschläge, die immer von dem Cadmiumsalz enthalten, aus dessen Lösung die Fällung vorgenommen wurde, und zwar um so mehr, je konzentrierter die Lösung war. Eine Ausnahme bildet das Cadmiumperchlorat, aus dessen Lösung, besonders wenn etwas freie HClO4 zugegen ist, praktisch reines CdS gefällt wird.Bei der Fällung aus Cadmiumsulfatlösung ist die Menge des mitgefällten CdSO4 nicht nur abhängig von der Konzentration an CdSO4, sondern auch an H2SO4. Aus Lösungen, die in 100 ml 10 ml konzentrierte Schwefelsäure und höchstens 0,1 g Cadmium enthalten, fällt reines CdS aus, das als solches zur Wägung gebracht werden kann.Das auf diese Weise gefällte CdS kann auch dann direkt als Wägeform dienen, wenn Metalle der Ammonsulfid-, Erdalkali- oder Alkaligruppe vorliegen. Nur bei Anwesenheit von Zink sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Tetrajodphenolsulfophthalein wurde als Adsorptionsindikator bei der Titration von Chlorid- und Bromid-Ionen mit Quecksilber(I)-Ionen angewendet.Der neue Indikator ermöglicht ein schärferes Erkennen des Titrationsendes als Bromphenolblau, welches der bestgeeignete von den bisher beschriebenen Indikatoren ist. Mit dem neuen Indikator kann man in wesentlich stärker sauren Lösungen arbeiten als mit Bromphenolblau.Auch bei der umgekehrten Titration von Quecksilber(I)-Ionen mit Chlorid- und Bromid-Ionen ist der Farbenumschlag mit Tetrajodphenolsulfophthalein schärfer als mit den bisher verwendeten Indikatoren.Die Kräfte, die den Farbstoff an die Quecksilber(I)-Ionen binden, sind wahrscheinlich chemischer Natur; es dürfte ein Fall von Chemisorption vorliegen.

Die Arbeit befaßt sich mit der Untersuchung der Niederschläge, die bei der Umsetzung von Dikaliumquecksilber(II)-tetrarhodanid mit organischen Basen (Alkaloiden, Aminen, Purinbasen und stickstoffhaltigen heterocyklischen Basen) entstehen. Im Falle von Alkaloiden und stickstoffhaltigen heterocyklischen Basen sind die Niederschläge komplexeVerbindungen, im Falle der Purinbasen Mercurisalze. Einige Niederschläge sind in Wasser und im Überschuß des Reagenses unlöslich, sie eignen sich daher zur quantitativen Bestimmung der Basen. Es werden Bestimmungsverfahren für Strychninnitrat und Chinidinsulfat beschrieben, die darauf beruhen, daß man die Alkaloidlösung mit einem Überschuß an Dikaliumquecksilber(II)-rhodanidlösung fällt und das in Lösung verbliebene Rhodan-Ion argentometrisch bestimmt.

Literatur by A. Kurtenacker (415-417).

Asbestfilter in Gooch-Tiegeln by Ursula Feldmann (419-420).

Das Pulfrich-Photometer by F. Meyer-Wildhagen (422-423).

Über eine neue Art der Gasanalyse by R. Lang (423-423).

Literatur by A. Kurtenacker (426-429).

Zink by Ursula Feldmann (432-434).

Thallium by A. Eichler (435-437).

Zur colorimetrischen Arsenbestimmung by A. Trofimov (437-438).

Vanadium by R. Lang (439-440).

Literatur by A. Kurtenacker (446-447).

Literatur by A. Gehring (456-456).

Zur Messung des Styrolgehaltes by R. Lang (462-463).

Zur Bleibestimmung in Naphthenaten by K. Gaede (465-465).

Zur Glucosebestimmung in Blut by K. Gaede (470-471).